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- Ronaldo befand sich in der falschen Position.
- Der Kopfschmerz namens Ronaldo
Im Spitzenfußball ist die Grenze zwischen Torinstinkt im Strafraum und Selbstaufopferung für die Mannschaftsstruktur stets fließend. Bei Ronaldo wurde diese Frage nach dem 1:1-Unentschieden Portugals gegen die Demokratische Republik Kongo in Gruppe K am Morgen des 18. Juni erneut zum Streitpunkt.
Ronaldo befand sich in der falschen Position.
Der Höhepunkt war Thierry Henrys prägnante, aber eindringliche Aussage. Der ehemalige französische Star sagte unmissverständlich: „Die Mannschaft muss Tore schießen. Nicht du musst Tore schießen.“
Die fragliche Situation ereignete sich, als Portugal im Ballbesitz war. Ronaldo bewegte sich in den zentralen Bereich und steuerte auf den Raum vor dem Tor zu, der als Schlüsselzone für das Angriffsspiel gilt.
Das Problem war jedoch nicht seine Anwesenheit, sondern vielmehr die Art und Weise und der Zeitpunkt seiner Bewegungen. Anstatt die gegnerische Abwehr mit einem diagonalen Lauf hinter die Verteidiger auseinanderzuziehen, hielt sich Ronaldo tendenziell zu früh im Zentrum auf.
Ronaldo hätte näher ans Tor rücken müssen, um die gegnerische Abwehr auseinanderzuziehen.
In modernen Angriffssystemen sind Stürmer nicht nur Torjäger. Sie spielen auch die Rolle von „Raumöffnern“, indem sie Verteidiger aus ihrer Position locken und so Raum für die zweite Reihe schaffen, um nach vorne zu rücken.
Wenn Ronaldo einen gut getimten Lauf in den Fünfmeterraum startet, wird die gegnerische Abwehr gezwungen sein, sich zurückzuziehen und ihn eng zu decken. Dadurch entsteht Raum. In dieser Situation kann Bruno Fernandes aus der zweiten Reihe zum Schuss ansetzen.
Doch die Realität auf dem Spielfeld sieht anders aus. Ronaldo, dessen Torinstinkt über Jahrzehnte auf höchstem Niveau geschärft wurde, lässt sich oft zurückfallen oder positioniert sich optimal, um einen günstigen Schusswinkel zu finden.
Dieser Moment des Rückzugs störte ungewollt die sich formierende Angriffsstruktur. Die Rückpässe wurden unterbunden, der Raum im Mittelfeld verengte sich, und die gegnerische Abwehr hatte Zeit, ihre Formation neu zu ordnen.
Laut Henry verhinderte Ronaldos übermäßiger Torhunger, dass Fernandes direkt hinter ihm Torchancen bekam.
Was als klare Chance für die zweite Angriffsreihe begann, entwickelte sich schnell zu einem Patt, wodurch der Gegner zwei Verteidigungslinien direkt vor dem Tor bilden konnte. Im modernen Fußball genügt ein einziger Fehler, um eine Chance zunichtezumachen.
Der Kopfschmerz namens Ronaldo
Mit fast 1000 Toren in seiner Vereins- und Nationalmannschaftskarriere sowie zahlreichen Rekorden bewies Ronaldo seinen außergewöhnlichen Torinstinkt. Das Problem lag jedoch in seinem übermäßigen Torhunger, der die Offensivstruktur des Teams beeinträchtigte.
Tatsächlich kreierte Ronaldo keine einzige gefährliche Torchance, gab keinen einzigen Schuss aufs Tor ab, dribbelte keinen Gegenspieler erfolgreich aus und gewann kein einziges Eins-gegen-Eins-Duell. Diese Statistiken gewinnen noch mehr an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass Portugal in den ersten 45 Minuten 80 % Ballbesitz hatte.
Trotz einer überragenden Leistung war Ronaldo in den grundlegenden Offensivstatistiken fast unsichtbar.
Ronaldo zeigte bei der Weltmeisterschaft 2022 erneut eine schwache Leistung.
Der moderne Fußball verlangt von Stürmern mehr Vielseitigkeit. Mal müssen sie Tore erzielen, mal Räume schaffen und mal die gegnerische Abwehr auseinanderziehen. Für Ronaldo liegt die Herausforderung nicht darin, ob er noch Tore schießen kann, sondern vielmehr darin, seinen Torinstinkt mit der Gesamtstruktur des Teams in Einklang zu bringen.
Diese Spielsituation war für sich genommen nicht spielentscheidend. Im Kontext des Gesamtbildes betrachtet, spiegelt sie jedoch deutlich das Dilemma wider, vor dem jeder Superstar steht: Wie kann er seinen Torinstinkt bewahren, ohne den sich entwickelnden Angriffsrhythmus zu stören?
Ronaldo stellt Portugal zunehmend vor eine schwierige Herausforderung, ähnlich wie bei der Weltmeisterschaft 2022. Handelt es sich um einen taktischen Engpass oder ist dies der Preis, den ein Team für eine Legende zahlen muss, die stets auf Tore aus ist?
Quelle: https://znews.vn/ronaldo-dung-sai-vi-vi-position-post1660844.html

